Klettern mit dem Hund


Selbst erfahrene Bergfreunde sind immer wieder überrascht, wenn ihnen im felsigen Gelände bis Schwierigkeitsgrad 2 ein Vierbeiner begegnet. Vor allem, wenn der Hund auch noch trittsicher an ihnen vorbei zieht. Selbst nahezu senkrechte Felsstufen werden von uns sicher im Auf- und Abstieg gemeistert. Dabei verzichten wir bewußt auf den Einsatz von Kletterseilen. Die Seiltechnik erfordert einen sehr hohen Ausbildungsstand und kleinste Fehler haben hier fatale Folgen. Hundeführer, die glauben, man könne einen stürzenden Hund mit einem Seil nur mit der Hand halten, sollte die Berichte vom DAV Sicherheitskreis lesen. (Mitreissgefahr in Fels und Eis)
Hier waren selbst erfahrene Bergführer nicht in der Lage, bei einem stolpernden Menschen einen Sturz zu verhindern. Am Ende stürzte dann das ganz Team ab.
Hunde sind keine Gemsen, aber können dennoch recht begabte Kletterer sein. Vorausgesetzt Herrchen und Hund haben miteinander trainiert und können sich aufeinander verlassen. Rowdy und ich trainieren seit 2008 miteinander. Dabei haben wir viele Techniken entwickelt, mit denen wir alle Situationen sicher und harmonisch meistern können. Wir arbeiten dabei ausschließlich aus der Hand, das heißt, wir stehen stets unter dem Hund und unterstützen ihn, wo es notwendig ist, und nehmen ihn auf, wo er abrutschen könnte. Da es diese Technik eigentlich noch nie gegeben hat, sind wir aktuell die einzigen mit diesem Angebot.
Allerdings erfordert auch diese Technik eine gewissenhafte Ausbildung und einen sicheren Bergsteiger.
Aber, man sollte mit seinem Hund ohnehin nur dort hinauf gehen, wo man selbst sicher ist. Lieber ein Abenteuer weniger, aber weiterhin einen gesunden Hund für weitere Touren.

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